Mein politisches ABC
Arbeit schaffen. Der Landkreis Friesland muss seine erfolgreiche Wirtschaftspolitik weiterführen. Die Region hat es
geschafft, dass im TechnologieCentrumNordwest (TCN), dem Gelände der ehemaligen Olympia-Werke wieder fast 2.600
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt sind. Wirtschaftspolitik muss sich am Mittelstand orientieren. Zukunftschancen
sind der JadeWeserPort und die Weiterentwicklung des für Friesland so wichtigen Tourismusbereiches sowie der Luftfahrtbranche.
Besondere Projekte sind hier der Aeropark beim Premium Aerotec-Werk in Varel sowie das vom Landkreis Friesland und der Stadt
Varel gemeinsam verwirklichte Ausbildungs- und Technologiezentrum für Hochleistungszerspanung.
Bildung ist unser Rohstoff. Darum gilt es, Ausbildung zu fördern! Die Berufsschulen in Jever und Varel leisten sehr gute
Arbeit. Wir haben ein Netzwerk für Ausbildung geschaffen. Handwerks-, Industrie- und Handelskammer, Schulen und Arbeitsamt
sind eng vernetzt, um eine gemeinsame Strategie für den Erhalt und den Ausbau von Arbeitsplätzen zu erarbeiten. Lebenslanges
Lernen bietet die Kreisvolkshochschule, die nicht in Frage gestellt werden darf. Seit 2000 haben wir rd 69 Mio. € in
unsere Schulbauten investiert. Bis 2012 folgen noch ca. 12 Mio.€.
Chancen nutzen. Der JadeWeserPort zeigt uns: Die Zeit des Kirchturmdenkens ist vorbei. Regionale Zusammenarbeit ist ein Muss
– beispielsweise im Veterinärwesen, in der Abfallwirtschaft, in der Wirtschaftsförderung, der Volks- und Musikschule, der
Förderung des Tourismus, bei der Leitstelle, beim Naturschutz und, und, und. Nur wenn die Region zusammenarbeitet, kann sie
künftig ihre Aufgaben bewältigen, damit Sie als Bürgerinnen und Bürger gute Verwaltungsdienstleistungen zu einem vernünftigen
Preis erhalten.
Deichbau. Mit dem ersten Kleisuchprogramm bundesweit wurde festgelegt, wo am verträglichsten Klei für die Erhöhung des
Elisabethgroden-Deiches im Wangerland abgebaut werden kann, damit unsere Deiche noch sicherer werden. Durch dieses Programm
werden alle Belange berücksichtigt und es kann auch dabei helfen, die Frage zu beantworten, ob nicht auch Klei außendeichs
gewonnen werden kann. Dieses Kleisuchprogramm war die Grundlage für die Entstehung des Wangermeeres bei Hohenkirchen. Auch
dadurch wurde der alte Kasernenstandort für die Millioneninvestition von Hennie van der Most interessant. Heute ist dort eines
der attraktivsten Tourismusstandorte daraus geworden.
Ehrenamtlichkeit in Vereinen, der Kirche, den Feuerwehren und anderen gesellschaftlichen Organisationen ist zu unterstützen.
Die Ehrenamtlichen sind das Rückgrat unserer Gesellschaft. Für diese Leistung muss man auch mal Danke sagen. Wir brauchen
eine Anerkennungskultur. Daher haben wir einen „Tag der Ehrenamtlichen“ eingeführt. Der FRIESLAND-TALER wird an ausgewählte
Ehrenamtliche als Zeichen der Anerkennung verliehen.
Feuerwehren, Rettungsdienst und Katastrophenschutz müssen ihren hohen Standard behalten.
In den letzten Jahren konnten die Feuerwehren auch durch Kreiszuschüsse weiter gestärkt werden.
Die Gründung der Rettungsdienst FRI GmbH war ein entscheidender Schritt. Viel wurde in Gebäude und Fahrzeugpark investiert.
Durch Investitionen am Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch ist der Standort des Christoph 26 sicher.
In Friesland wird Sicherheit auf hohem Niveau geleistet – das muss so bleiben.
In den nächsten Jahren wird der Aufbau des Digitalfunks ein Schwerpunkt.
Gesundheitswesen – Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch:
Unser Kreiskrankenhaus, das Nordwest-Krankenhaus Sanderbusch, ist das anerkannte Krankenhaus in der Region. Seine Qualität
und Zukunft zu sichern, hat oberste Priorität. Das geht nur gemeinsam mit Personal, Ärzten und Betriebsleitung. Wir werden
das Haus konsequent weiterentwickeln. Qualität, Service und Medizin auf hohem Niveau sind unsere Maxime. Wir haben dafür
investiert.
2009 wurde die Onkologie komplett saniert.
2010 folgen weitere Millioneninvestitionen.
Der Hubschrauber „Christoph 26“ gewährleistet die medizinische Versorgung auch dort, wo sonst keiner so schnell hin kommt.
Seit 2010 haben wir eine eigene Kinderbetreuung im Nordwest-Krankenhaus.
Hafen. Der JadeWeserPort entsteht.
Wir können es kaum abwarten, bis das erste Schiff kommt.
Interkommunales Gewerbegebiet JADEWESERPARK: Eine Chance, auch Wertschöpfung im Landkreis Friesland stattfinden zu lassen.
Die Container dürfen nicht nur durch den Landkreis Friesland fahren, sondern es muss auch alles dafür getan werden, um sie
hier zu öffnen, damit die Waren hier weiterverarbeitet und veredelt werden. Der Landkreis hat dafür – mit den Partnern aus
dem Landkreis Wittmund und der Stadt Wilhelmshaven - seine Kräfte gebündelt und gemeinsam – im Einklang mit dem Zeitplan für
den JadeWeserPort – ein interkommunales Industrie- und Gewerbegebiet entwickelt. Nun werden wir diesen Standortvorteil mit
Kraft vermarkten.
Jade Wirtschaftsförderungs GmbH (JadeBay): Wir sind Wachstumsregion. Maritime Verbundwirtschaft, Logistik, Luftfahrt und
Tourismus sind unsere Schwerpunkte, die wir noch stärker als bisher national und international vermarkten müssen. Das schafft
eine Kommune nicht mehr alleine. Deshalb haben wir, die Landkreise Friesland, Wesermarsch und Wittmund sowie die Stadt
Wilhelmshaven die JADE Wirtschaftsförderung GmbH gegründet. Hier wird eine regionale Standort- und Vermarktungsstrategie
erarbeitet und umgesetzt. Arbeitsplätze und Wertschöpfung sind das oberste Ziel.
Joghurt. Gesunde Nahrung, gesunde Umwelt. Friesland können Sie vielfältig genießen. Der Landkreis ist auch
Verbraucherschutzbehörde. Durch den Zusammenschluss der Veterinärbehörden von Friesland, Wesermarsch, Wittmund und
Wilhelmshaven zum Zweckverband Veterinäramt JadeWeser sind wir im Interesse der Verbraucher und der Landwirtschaft noch
stärker geworden. Die gute Zusammenarbeit mit der Landwirtschaft werde ich weiter intensivieren. Der Landkreis ist Partner
der Landwirte. Nur gemeinsam können Probleme gelöst werden.
Klima - Klimaschutz: Seit 2010 arbeiten wir an einem Klimaschutzkonzept. Klimaschutz hat für einen Küstenlandkreis Vorrang.
Zusammen mit Schulen, öffentlichen Vertretern, den Kirchen und Gewerkschaften, den Unternehmern, Umweltschützern und allen,
denen dieses Thema genau so wichtig ist, werden wir konkrete Handlungsziele erarbeiten und diese umsetzen. Ich werden mich
dafür einsetzen, dass der Landkreis einen Klimaschutzmanager bekommt, der das Klimaschutzkonzept umzusetzen hilft.
Klimaschutz ist auch Wirtschaftsförderung. Durch regenerative Energien wie Windkraft, Photovoltaik und Biogas bleibt die
Wertschöpfung in der Region und werden Arbeitsplätze gesichert und geschaffen.
Ein gutes Arbeitsklima ist für mich die Basis für ordentliche Arbeit und gute Entscheidungen. Sachlichkeit und Fachkompetenz
ist wichtig. Die Bürgerinnen und Bürger haben das Recht auf schnelle, transparente Entscheidungen.
Landrat. Der Landrat ist Chef der Verwaltung. Er muss nicht nur Verwaltungserfahrung haben, sondern auch Erfahrung in der
Führung einer Verwaltung. Der Landrat ist aber auch der höchste Repräsentant des Landkreises. Er vertritt alle
Friesländerinnen und Friesländer politisch nach außen.
Meckern kann jeder. Bessermachen ist angesagt. Allgemeinplätze kann jeder von sich geben. Der Landrat muss konkret sagen, was
kommt. Das tue ich. Gerne diskutiere ich mit Ihnen, wie wir Friesland noch besser entwickeln können.
Offenheit. Offen für die Sorgen anderer Menschen möchte ich sein. Als Landrat möchte ich
Ihr Interessenvertreter sein.
Pisa. Wir müssen alles tun, damit die mittelmäßigen Ergebnisse der PISA-Studie möglichst bald der Vergangenheit angehören.
Die Schulentwicklungsplanung muss gemeinsam mit den Schulen und Eltern weiterentwickelt werden. Denn eine gute Bildung ist
eine wichtige Voraussetzung dafür, dass es Friesland auch morgen gut geht. Wir haben in den letzten Jahren neue Schulangebote
wie den Realschulzweig Bockhorn, die gymnasialen Außenstellen in Zetel und Schortens sowie die IGS-Friesland in Schortens
zusätzlich geschaffen sowie die Angebote in den Förderschulen ausgebaut. Wir wollen eine Bildungsregion Friesland bilden.
Die gesamte Bildungskette vom Kindergarten bis zum Gymnasium bzw. der Berufsbildenden Schule muss auf die Erfordernisse
unserer Kinder ausgerichtet sein. Alle kreiseigenen Schulen (außer eine – und die überzeugen wir auch noch) sind
Ganztagsschulen. Wir haben Mensen errichtet und hilfsbedürftige Kinder bekommen Zuschüsse für das Mittagessen und Lehrmaterial.
Qualen bereiten derzeit die kommunalen Finanzen. Daher heißt es Sparen, um unserem
Landkreis Friesland nicht künftige Handlungsmöglichkeiten zu verbauen. Sparen darf aber kein Stillstand bedeuten, sondern
Politik muss Schwerpunkte setzen, um Friesland voran zu bringen. Wir haben die Neuverschuldung gestoppt. Seit 2003 haben wir
ca. 8 Mio. € Schulden getilgt.
Seit 2006 könnnen wir im Jahresabschluss den Haushalt ausgleichen. Jetzt müssen wir das Fehl von 30 Mio. € auf 12 Mio.
€ konsequent abbauen. Durch sparsame Haushaltsführung konnten wir in den letzten Jahren durch Haushaltsüberschüsse am
Ende des Jahres reduzieren. 2010 habe ich dem Kreistag einen ausgeglichenen Haushalt vorgelegt und wir konnten den Städten
und Gemeinden 700.000 € überweisen.
Regionale Zusammenarbeit. Der Landkreis muss zur Bewältigung dieser Herausforderung mit der regionalen Wirtschaft
zusammenarbeiten. Frühzeitig muss versucht werden, verschiedene Interessen im Rahmen der Raumordnungsplanung abzustimmen.
Die Sorgen der Menschen nehme ich ernst. Die Probleme sind lösbar, wenn die Region es nur will. Die Region muss zusammenarbeiten
(sh. auch Chancen nutzen, Interkommunales Gewerbegebiet und JadeWirtschaftsförderung GmbH).
Schulen, Schulen, Schulen. Oberste Priorität! Ich möchte weiter investieren in Schulsanierung und –ausbau, Ganztagsschulen
und Mensen, Sporthallen und –plätze, weitere Schulangebote sowie insbesondere in Fachunterrichtsräume. Wir brauchen an allen
Schulen Sozialarbeiter; hier ist das Land in der Pflicht.
Tourismus. Friesland ist ein guter und überaus beliebter Gastgeber. Gäste in Hotels, Gasthöfen, Ferienwohnungen, auf
Campingplätzen und in weiteren Übernachtungsmöglichkeiten sorgen für rund 5,3 Mio. Übernachtungen jährlich. Hinzu kommen 3,5
Mio. Tagesgäste, die ebenfalls den touristischen Umsatz in Gastronomie und Einzelhandel steigern. Damit das so bleibt, muss
die Region im Tourismusbereich noch enger zusammenarbeiten. Die hohe Qualität der Tourismuswirtschaft muss gesichert und
permanent gesteigert werden, damit unsere Ferienregion so attraktiv bleibt, wie sie ist. Wir wollen in Friesland den
touristischen Masterplan Nordsee 2015 des Tourismusverbandes Nordsee konsequent umsetzen.
Umwelt und Naturschutz. Wirtschaftliche Entwicklung und Ökologie sind kein Widerspruch.
Der Tourismus kann sich nur entwickeln, wenn er als Basis eine intakte Natur hat. Deshalb sind wir stolz, dass das Wattenmeer
von des UNESCO zum Weltnaturerbe erklärt wurde. Das haben wir sehr unterstützt.
Mit Wittmund und Wilhelmshaven hat Friesland die gemeinsame Regionale Naturschutzstiftung gegründet,
deren erster Vorsitzender ich war. Damit können wir für Industrie- und Gewerbeansiedlungen die notwendigen Ausgleichs-
und Kompensationsflächen bereitstellen und so Gutes für unsere Natur leisten.
Verwaltung muss sein. Aber sie muss effizient, schnell und kundenfreundlich sein. Und da hat sich beim Landkreis Friesland
viel geändert. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sind motiviert und haben in den letzten Jahren ihren Reformwillen gezeigt.
Dennoch muss ständig und stets an einer Verbesserung gearbeitet werden. Wenn Sie Ideen haben, wie wir noch besser für Sie
arbeiten können, schreiben Sie mir: s.ambrosy@gmx.de
Warum in die Ferne schweifen, denn das Gute liegt so nah:
Wohnen und Leben, wo andere Urlaub machen.
Xylophon kann ich leider nicht spielen. Aber das kann man in der Musikschule lernen - und die ist durch den Zusammenschluss
der KVHS und KMS von Friesland und Wittmund gestärkt.
Zugverbindungen. Die Nordwest-Bahn ist ein voller Erfolg. Der Verkehrsverbund Ems-Jade (VEJ) hat sehr gute Vorschläge für
eine weitere Verbesserung der Schienenverbindung und dem Öffentlichen Personennahverkehr für unsere Region erarbeitet.
Der Landkreis Friesland muss diese im Interesse der Kunden tüchtig mit unterstützen. Die Ortsumfahrungen für Sande im Zuge
der Hinterlandanbindung für den JadeWeserPort muss kommen. Der Landkreis hilft dabei der Gemeinde Sande – auch finanziell.
Sorge bereitet die Fernanbindung der Bahn. Tourismus und Hafen brauchen wieder eine Fernverkehrsanbindung von und nach
Wilhelmshaven.