Den friesischen Weg weitergehen. Liebe Bürgerinnen, liebe Bürger!

Am Sonntag, den 11. September 2011, können Sie Ihre Vertreterinnen und
Vertreter im Rat und im Kreistag bestimmen. Sie wählen an diesem Tag auch
Ihren Landrat. Seit 2003 darf ich für Sie als friesländischer Landrat
arbeiten. Ich bedanke mich für das Vertrauen und die Unterstützung, die Sie
mir in diesen Jahren entgegen gebracht haben. Am 11. September werde ich
mich wieder als Landrat zur Wahl stellen und bitte Sie erneut um Ihr
Vertrauen.

Ich möchte mit Ihnen den friesischen Weg weitergehen. Wir haben in den
vergangenen Jahren viel geschafft! Die langfristige Verschuldung ist beim
Landkreis Friesland von 68 Millionen Euro auf 60 Millionen Euro
zurückgegangen. Der Haushaltsfehlbetrag betrug in den Jahren 2003 bis 2005
fast 20 Millionen Euro; derzeit beträgt der Kassenkredit circa 13 Millionen
Euro. In den Jahren 2009, 2010 und 2011 hatten/haben wir einen
ausgeglichenen Ergebnishaushalt trotz der weltweiten Finanz- und
Wirtschaftskrise. Das haben wir durch einen strikten Sparkurs, durch viele
erfolgreiche interkommunale Kooperationen mit den Landkreisen Wesermarsch
und Wittmund sowie der Stadt Wilhelmshaven und durch eine aktive
Wirtschaftspolitik geschafft.

Gleichzeitig hat der Landkreis von 2000 bis Ende 2011 über 70 Milliionen
Euro in die Modernisierung, energetische Sanierung, in den Ausbau von
Ganztagsschulen und in die Gründung neuer Schulangebote investiert. Hier
seien die Realschule in Bockhorn, die neuen gymnasialen Angebote an den
Berufsbildenden Schulen in Jever und Varel, die gymnasialen Außenstellen in
Schortens und Zetel, die Gründung einer IGS Friesland in Schortens, neue
Achulangebotre in den Förderschulen sowie in Zetel die Umsetzung innovativer
Kooperationsprojekte zwischen der Haupt- und Realschule, der Gemeinde und
dem Landkreis zu nennen.
Und es geht weiter, wir wollen nicht stehen bleiben! Wir wollen unsere
Schulstandorte nach dem Willen von Eltern, Schülern und Schulvorständen
weiter entwickeln; Friesland soll eine Bildungsregion werden! Wir wollen
unsere Familien- und Kinderservice-Büros und unser Bildungs- und
Präventionskonzept „Hand in Hand“ für unsere Kinder in Friesland ausbauen,
weil wir der Ansicht sind, dass alle Kinder gefördert werden müssen.

Die gesamte Kreispolitik muss die demografische Entwicklung beachten und
berücksichtigen. Öffentliche Angebote und Infrastruktur muss immer stärker
barrierefrei sein. Wir brauchen neue Wohnformen für Jung und Alt. Wir wollen
unser Nordwestkrankenhaus Sanderbusch in Sande zu einem Gesundheitscampus
und unseren Landkreis in eine Gesundheitsregion weiter entwickeln. Wir haben
ein Seniorenservicebüro eingerichtet, das beraten und mit den freien
Wohlfahrtsverbänden sowie Städten und Gemeinden Angebote vernetzen soll. Ein
Pflegestützpunkt soll Betroffene und Angehörige informieren und Lotse im
Pflegesystem sein.

Frieslands Weg weitergehen heißt auch: Frieslands Stärken weiter ausbauen.
Tourismus, Landwirtschaft, Handwerkerschaft, Logistik, maritime Wirtschaft
und Luftfahrt haben sich in den letzten Jahren trotz der
Weltwirtschaftskrise positiv entwickelt. Das liegt an unseren schnellen
Entscheidungen, den kurzen Verwaltungswegen und den guten Rahmenbedingungen.
Und weil wir eine abgestimmte Strategie verfolgen, gelingt uns eine
nachhaltige Entwicklung, ein wirtschaftliches Wachstum und die Schaffung von
Arbeitsplätzen unter Berücksichtigung ökologischer Bedingungen. Im Jahre
2005 betrug die durchschnittliche Arbeitslosenquote noch 12,2 Prozent, 2010
waren es nur noch 6,9 Prozent - derzeit sind es unter 6%.

Der JadeWeserPort, der JadeWeserPark in Schortens-Roffhausen, die
Entwicklung im Technologie-Centrum-Nordwest (TCN) und von Premium Aerotec
und dem Aeropark in Varel sowie die positiven Signale von Firmen wie
Nordfrost in Schortens und der Papier- und Kartonfabrik Varel in enger
Kooperation mit der Wirtschaftsförderung des Landkreises verheißen weitere
gute Chancen für Friesland.

Wir haben Firmen mit unserem Wirtschaftsförderprogramm Friesland
unterstützt. Wir haben erheblich in die touristische Infrastruktur -
insbesondere auf Wangerooge, im Wangerland, in Jever und Dangast -
investiert und mit der Gründung und dem Bau eines Ausbildungs- und
Technologiezentrums in Varel den Grundstein für den weiteren erfolgreichen
Ausbau des Luftfahrtstandortes Varel gelegt. Das alles schafft Ausbildungs-
und Arbeitsplätze!

Wir haben durch die planerische Absicherung der Kleigewinnung im Wangerland
entscheidend zur Deichsicherung in Friesland beigetragen. Wir haben in 2010
mit den Bürgerinnen und Bürgern ein Klimaschutzkonzept erarbeitet, das wir
nun mit Ihnen Schritt für Schritt umsetzen wollen. Wir haben schützenswerte
Landschaften unter Schutz gestellt und haben mit unseren Partnern
Wilhelmshaven und dem Landkreis Wittmund eine Naturschutzstiftung gegründet.
Wir wollen die regenerativen Energien weiter durch Repowering gemeinsam mit
den Städten und Gemeinden ausbauen, denn nur so schützen wir die Umwelt und
schaffen Arbeitsplätze!

Wir haben viel geschafft! Vieles liegt noch vor uns! Das möchte ich
gemeinsam mit Ihnen umsetzen!
Ich bitte um Ihr Vertrauen für weitere acht Jahre. Gerne möchte ich für Sie
als Landrat weiter arbeiten.
Haben Sie Fragen, Anregungen und Ideen, dann mailen Sie mir diese bitte
unter s.ambrosy@gmx.de und besuchen sie mich unter www.sven-ambrosy.de

Ihr Sven Ambrosy
Ihr Landrat.
SOZIAL im Vordergrund
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